Tasse - Felsen im Meer aus dem Changdeokgung-Palast
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Die Kunstdrucke von ARTLIA werden nach standardisierten Papier- und Leinwandformaten gefertigt.
Je nach Seitenverhältnis des Originalwerks und dem gewählten Format kann es vorkommen, dass die Bildränder leicht angepasst werden, um eine harmonische Gesamtwirkung und hohe Druckqualität zu erzielen.
Bei Leinwanddrucken achtet das ARTLIA Team darauf, das Hauptmotiv möglichst vollständig auf der Vorderseite zu platzieren. Die seitlichen Rahmenflächen werden in Anlehnung an das Originalbild farblich und stilistisch passend fortgeführt.
Dies ist ein bewusster und üblicher Produktionsschritt, mit dem das ARTLIA Team die ästhetische Qualität jedes Kunstwerks sicherstellt.
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Tasse - Felsen im Meer aus dem Changdeokgung-Palast
Ob Morgenkaffee, Abendtee oder einfach etwas dazwischen – dieser Becher - Felsen im Meer aus dem Changdeokgung-Palast ist genau das Richtige für dich! Der robuste, glänzende Becher mit dem leuchtenden Aufdruck ist mikrowellen- und spülmaschinenfest.
• Keramik
• 11 oz: Höhe 9,6 cm (3.8″) in der Höhe, 8,2 cm (3.2″) im Durchmesser
• 15 oz: Höhe 11,9 cm (4.7″) in der Höhe, 8,5 cm (3.3″) im Durchmesser
• 20 oz: Höhe 10,9 cm (4.3″) in der Höhe, 9,3 cm (3.7″) im Durchmesser
• Spülmaschinen- und mikrowellengeeignet
• Rohprodukt aus China

Felsen im Meer, Gesamtansicht von Chongseokjeong (총석정 절경도)
- Kim Gyu-jin | 1920 | Farbe auf Seide
- 195,5 × 882,5 cm | Staatlich registriertes Kulturerbe
Einst schmückte dieses monumentale Wandgemälde die Ostwand der Huijeongdang-Halle im Changdeokgung-Palast in Seoul. Im weit ausgreifenden Panoramaformat zeigt es den malerischen Pavillon Chongseokjeong und die eindrucksvolle Küstenlandschaft von Tongcheon im heutigen nordkoreanischen Teil der Provinz Gangwon-do. Chongseokjeong zählt zu den berühmten „Acht Landschaften von Gwandong“, einem der traditionsreichsten Landschaftsmotive der koreanischen Kunst.
Besonders bemerkenswert ist die ungewöhnliche Perspektive des Gemäldes. Während traditionelle Darstellungen von Chongseokjeong die Landschaft meist vom Land aus mit Blick auf das Meer zeigen, wählt Kim Gyu-jin einen entgegengesetzten Standpunkt: Der Betrachter befindet sich auf dem Meer und blickt auf die Küste. Im ruhigen Vordergrund erstreckt sich die Wasserfläche, hinter der sich die bizarren, säulenartigen Felsformationen von Chongseok wie ein monumentaler natürlicher Vorhang über die gesamte Bildbreite erheben.
Diese ungewöhnliche Komposition entspricht auffallend genau der Perspektive einer Fotografie, die 1913 im „Fotoalbum vom Geumgangsan“ veröffentlicht wurde. Es liegt daher nahe, dass diese Aufnahme Kim Gyu-jin (1868–1933) als wichtige visuelle Referenz diente. Zugleich verfügte der Künstler über umfassende Kenntnisse der Region und eigene Erfahrungen vor Ort. Nach seinem Auftrag zur Ausführung der Wandgemälde im Juni 1920 reiste er erneut in die Gegend, um die Landschaft unmittelbar zu studieren und zeichnerisch festzuhalten. Überlieferte Entwürfe und eigenhändige Notizen dokumentieren diesen Arbeitsprozess.
Um einen möglichst umfassenden Blick auf die Felsformationen zu gewinnen, fuhr Kim Gyu-jin sogar mit einem Boot auf das offene Meer hinaus und fertigte Skizzen aus größerer Entfernung an. Das Gemälde verbindet somit fotografische Anregungen mit unmittelbarer Naturbeobachtung und eigener zeichnerischer Erfahrung.
Auch in seiner künstlerischen Auffassung entfernt sich das Werk von den festgelegten Bildkonventionen der traditionellen Hofmalerei und orientiert sich stärker an der realistischen Landschaftsmalerei (실경산수화, Silgyeong Sansuhwa). Die Landschaft wird nicht lediglich symbolisch oder nach überlieferten Bildmustern wiedergegeben, sondern in ihrer charakteristischen Erscheinung möglichst anschaulich und präzise erfasst.

Auch stilistisch verbindet das Gemälde traditionelle koreanische Bildsprache mit Einflüssen der Moderne. Die blau-grüne Farbigkeit des Hintergrundgebirges, die schematisch gestalteten Wellen und die dicht gesetzten Punktierungen auf den Felsen erinnern an die dekorative Ästhetik der traditionellen Hofmalerei. Demgegenüber verleihen die feine Linienführung, differenzierte grau-braune und grau-blaue Farbtöne sowie ausgeprägte Hell-Dunkel-Kontraste den Felsformationen eine stärkere Plastizität und räumliche Wirkung. Darin wird der zunehmende Einfluss westlicher Maltechniken auf die koreanische Kunst der Moderne sichtbar.
Die bizarren Felsen von Chongseok bilden das visuelle Zentrum des Gemäldes. Wie ein gewaltiger natürlicher Vorhang reihen sie sich über die gesamte Bildfläche und bestimmen maßgeblich die monumentale Wirkung der Komposition. Die präzise Linienführung und die fein abgestuften Farbkontraste machen die unterschiedlichen Formen, Oberflächen und Strukturen der einzelnen Felsen besonders anschaulich. Zugleich erzeugt die ruhige Wasserfläche im Vordergrund einen bewussten Kontrast zur vertikalen Dynamik der Felsformationen und verstärkt deren imposante Erscheinung.
Ein wichtiges historisches Detail befindet sich in der oberen linken Ecke des Gemäldes. Neben dem Titel „Gesamtansicht von Chongseokjeong“ (叢石亭絶景) stehen dort die mit Tusche ausgeführte Signatur „Sorgfältig gemalt von Kim Gyu-jin“ (金圭鎭謹寫) sowie das persönliche Siegel des Künstlers.
Die eigenhändige Signatur und das persönliche Siegel verweisen zugleich auf einen wichtigen Wandel innerhalb der koreanischen Kunstgeschichte. Während der individuelle Künstler in der traditionellen Hofkunst häufig hinter der Funktion und dem Auftrag des Werkes zurücktrat, gewann die persönliche Identität und künstlerische Autorschaft in der modernen koreanischen Malerei zunehmend an Bedeutung. Die sichtbare Selbstkennzeichnung des Künstlers lässt sich somit nicht nur als Signatur eines einzelnen Werkes verstehen, sondern auch als Ausdruck eines veränderten Verständnisses künstlerischer Autorschaft im Korea des frühen 20. Jahrhunderts.


